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Spielwaren : Kosmos 693015 - Die Siedler von Catan, Spiel des Jahres 1995

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Bewertung: 4 out of 5 stars - Schönes Spiel - leider mit zu früher Gewinnentscheidung
Siedler von Catan ist ein schönes Spiel um mit Freunden einen ruhigen Spieleabend zu verbringen. Das Konzept ist schnell erlernt und wurde gut umgesetzt.
Spieleabende mit Catan werden garantiert nicht langweilig.

Wenn man allerdings nach einem Spiel in die Runde fragt, ob es Spaß gemacht hat, dann kommt meist immer von einer Person ein Einwand, dass das Spiel einfach zu früh durch Zufälle entschieden wurde.

Das Spielbrett ist bei zufälligem Aufbau zwangsläufig darauf ausgelegt das wichtige Resourcen wie Lehm oder Steine für einen Spieler auf jeden Fall nicht mehr zu holen sind. Der jenige der jedoch als erstes Setzen darf hat mit einer guten Kombination schon fast so gut wie gewonnen, was auch das größte Manko darstellt.
Durch äußere Umstände und Zufall gelangt einer der Spieler bereits in den ersten 20% des Spielverlaufs ins Hintertreffen ... so kann es sein das ein Spieler erst eine Straße hat, während seine Gegner schon die 3. Stadt bauen.
Wer einmal zurückliegt kann eigentlich gleich aufgeben ... man muss für dieses Spiel also Beherrschung von allen Beteiligten verlangen.

Dafür bekommt Siedler einen Punkt Abzug.
Pädagogisch wertvoll ist es nur bedingt, da es gerade für Kinder frustrierend sein kann und vermittelt, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer.



Bewertung: 5 out of 5 stars - Strategie mit Spaß
Ein tolles Spiel bei dem jeder Spieler in seinem strategischen Können gefordert wird.
Hoher Spaßfaktor.
Perfektes Spiel für lange Spielabende, da die Spieler viel mitinenader kommunizieren müssen.
Auch für Kinder im jungen alter ( ab 9 / 10 ) schon geeignet - schult das Nachdenken und den Wirtschaftssinn .
Lange Spieldauer , vorallem mit Erweiterung .
Viel Spaß .



Bewertung: 3 out of 5 stars - Warum Kunsstoff ???
Ich habe mir, nachdem ich Siedler gerne öfter bei Freunden mitspielte, ein Herz gefasst und mir selber ein Basisspiel gekauft.
Was mir sofort negativ auffiel, waren billig anmutende Kuststoff-Spielfiguren.
Als ich meine Bekannten fragte, meinten sie, deren Spiel wäre schon etwas älter, es hätte irgendwann mal eine Neuauflage gegeben, wo die Holzfiguren gegen Kunststoffpendants getauscht wurden.
Hallo Herr Teuber, haben Sie schon mal mit Ihren eigenen Kunststofffiguren einen hitzigen Spieleabend mit 5 Personen bestritten?
Nicht nur, dass die Figuren kleiner und leichter sind, auch der Umgang (Aufbau, Umstellen, Wegnehmen, Wegräumen) im Spiel gestaltet sich äußerst schwierig, wenn man zu Mehren spielt.
Ganz zu schweigen davon, wenn noch jüngere Spieler dabei sind.

Ich war also gezungen, nochmals die gleiche Summe Geld auszugeben und mir die Holzfiguren zu bestellen.
Und als diese kamen .. wouw ... was für ein Unterschied.
Schöne glatte Formen, größer und solider, das angenehme Gefühl, warmes Holz anzufassen, statt kaltes Plastik!!!

Zudem sind die Holzteile in sehr beruhigenden geraden Linien gehalten, was die Übersicht auf dem Spielfeld bei einem Spiel zu sechst sehr erleichtert.

Ich frage also nach dem Grund:
Warum neuerdings Kunststoff, statt Holz?

Sicher ist es eine Kostenfrage in der Produktion.
Aber .. für ein gutes Spiel (dass Siedler zweifelsfrei ist), gebe ich gerne 10 EUR mehr aus und habe dafür wirklich Qualität auf dem Tisch.

Zumindest sollten beide Versionen beim Kauf zur Wahl stehen!




Bewertung: 5 out of 5 stars - nicht zu toppen!
ein wunderbares spiel, mit viel spaß, spannung, gesundem ärger,entspannung, pädagogisch echt wertvoll, bereichernd für die ganze familie.
einfach klasse (wir spielen dieses spiel schon seit mehr als 10 jahren, natürlich mit allen erweiterungen



Bewertung: 3 out of 5 stars - Der Kult ist für mich nicht nachvollziehbar
DIE SIEDLER VON CATAN hat zweifellos Mitte der 90er einen regelrechten Boom ausgelöst und hat eine ganz neue Spielerschicht angesprochen. Waren komplexere Brettspiele für Erwachsene bis dahin eher einem eher kleinen Publikum vorbehalten hat DIE SIEDLER diese Art des Spieles nachhaltig populär gemacht - und der Ruf des Spieles zeugt ja davon, wie gut dies gelungen ist.

Auf den ersten Blick kann ich das auch gut nachvollziehen: zwar standen einige Spieleklassiker unverkennbar Pate (was ja auch nicht schlimm ist), aber die einfachen Regeln, das übersichtliche Design, die guten Komponenten und die Tatsache, das das Spielfeld stets neu aufgebaut werden kann spricht sicherlich für das Spiel, genauso wie die interessante Thematik.
Allerdings muss ich sagen, dass sich mir seit 1995 dennoch der Kult um DIE SIEDLER nicht erschließen will: persönlich finde ich das Spiel nämlich leider hoffnungslos überbewertet.

Mir ist klar das dieses Spiel viele Fans hat, und das ist auch völlig in Ordnung... Geschmäcker sind nunmal verschieden. Ich beziehe mich in dieser Rezension auch nur auf das hier vorliegende Grundspiel.

Meine Meinung zu DIE SIEDLER ist, dass das Spiel leider ziemlich wenig hergibt. Das fängt schon mal damit an, das das Zufallselement sehr dominant ist.
Viel schlimmer ist allerdings, dass ich bislang noch nie (!) erlebt habe, dass dieses Spiel irgendwie überraschend oder spannend ablief: in aller Regel steht nach einem Viertel der Spielzeit fest, wer auf keinen Fall gewinnen kann und wer höchstwahrscheinlich Sieger sein wird. Ab diesem sehr frühen Zeitpunkt können die unterlegenen Spieler im Grunde genommen nichts mehr machen, sondern nur noch zusehen, wie sie weiter und weiter ins Hintertreffen geraten.
Das ist für beide Seiten meistens extrem langweilig - und für eine Seite auch noch frustrierend.

Mag ja sein, das man bei DIE SIEDLER bewusst kommmunizieren wollte, dass Agression nicht wünschenswert ist, weil es kaum Möglichkeiten gibt, etwas GEGEN einen Spieler zu machen (ausser eventuell ihm eine Straße vor die Nase zu bauen). Gut, das respektiere ich, und meintewegen soll auch der familientaugliche Charakter des Spieles dadurch betont werden.
Allerdings muss man dann auch konsequenterweise feststellen, dass DIE SIEDLER einen Zustand schafft, in dem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, und daran auch nichts ändern können.
Ob das nun pädagogisch wertvoll ist muss jeder selbst entscheiden.

Das, was ein Spiel ja häufig interessant macht, nämlich Interaktion und das Treffen von entscheidungen (sprich Taktik), spielt bei DIE SIEDLER meiner Ansicht nach eine reichlich untergeordnete Rolle.
Sobald das erste Viertel der Spielzeit rum ist können die gut aufgestellten Spieler kaum noch etwas falsch und die schlecht dastehenden kaum noch etwas richtig machen... im Grunde genommen kann man das Spiel auch dann beenden. Wirkliches Agieren gleich welcher Art ist bei DIE SIEDLER häufig unnötig und ab einer kurzen Zeit völlig überflüssig - das Spiel spielt sich dann wie auf Autopilot.

Tatsache ist: DIE SIEDLER ist gut durchdacht, aber für Überraschungen sorgt es nicht. Insofern muss ich zu dem Grundspiel von DIE SIEDLER feststellen, dass es soweit ganz nett ist - der Kult mir aber leider absolut nicht einleuchtet. Wie betont respektiere ich die zahllosen Fans dieses Spieles, und ich bin mir auch sicher, das mit den Erweiterungen etwas mehr Bewegung in das Spiel kommt.

Zu diesem Grundspiel muss ich aber sagen, dass es bei aller Popularität meiner Ansicht nach leider nur eines ist: chronisch unspannend.






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