Bewertung: - Das Beste?
Der Einfluss der PETA ist bei diesem Kochbuch deutlich zu spüren: es geht eher um die Vermeidung einer fleisch-, milch- und eihaltigen Ernährung als um die wirkliche Auseinandersetzung mit deren Konsequenzen. Sojaprodukte tauchen in beinahe jedem Rezept auf - als direkter Ersatz für die nichtveganen Äquivalente.
Schade ist auch, dass "vegan" an sich keine Definierung findet, sondern nur mit halb angeschnittenen, weit bekannten und sehr kurz gehaltenen Informationen über Nutztierhaltung und den Vorteilen einer tierproduktfreien Ernährung sich umgesetzt findet. Das Vorwort von Dirk Bach bezieht sich sogar nur auf vegetarische Ernährung.
Die hier aufgezeigten Rezepte bieten leider nicht viel neues, sondern sind nur eine Abwandlung dessen, was Nichtveganer essen - nur mit sehr viel mehr Soja anstatt. Ich hätte mir innovativere und tiefgehendere Rezepte gewünscht. Dazu kommt, dass die Rezeptanleitungen oft ungenau beschreiben, was wie zu kochen ist und allgemein recht lieblos geschrieben wirken; es werden viele Fertigprodukte verwendet; leider ohne Hersteller-/Markenempfehlungen, stattdessen oft schwammige Angaben wie "veganer Schinkenspeck" oder "Maistortillas".
Von einem Kochbuch über vegane Küche erwarte ich eine konstruktivere Auseinandersetzung mit dieser Ernährungs- bzw. Lebensweise (auch in Sachen Nährstoffversorgung etc.); die Internationalität der Rezepte kann da auch nicht darüber hinweghelfen. Außerdem wird meiner Meinung nach viel zu viel Soja verwendet und wenig auf wichtige Grundnahrungsmittel, z. B. Reis, verschiedene Getreide und ähnliches zurückgegriffen. Wer weder Zeit für die Beschäftigung mit veganer Ernährung noch mit dem Kochen an sich hat, findet hier vielleicht einen nutzbaren Fundus vor.
Zudem ist das kleine Taschenbuchformat an sich unglücklich und eignet sich nicht für ein Kochbuch: man kann es nicht aufgeschlagen liegen lassen.
Bewertung: - Tolles Kochbuch
Ein Tolles Kochbuch nicht nur für Vegetarier und Veganer sondern auch für alle anderen die gerne Lecker und Gesund Essen.
Nach einem kurzen Vorwort von Dirk Bach und einer kurzen, allgemeinen Einführung in das Thema Vegane Ernährung geht es auch schon los mit den Rezepten, diese sind Unterteilt in mehrere Kategorien.
Erster Gang – Suppen aus aller Welt
Zweiter Gang – Salate
Als Zugabe – Dressings, Dips und Saucen
Dritter Gang – Hauptgerichte
- Rezepte aus Asien
- Rezepte aus Afrika
- Rezepte aus Europa
- Rezepte aus Südamerika
Vierter Gang – Desserts
Fünfter Gang – Gebäcke und Kuchen
Zum Abschluss – Cocktails
In den einzelnen Rubriken findet man viele Rezepte aus aller Welt, darunter auch viele Rezepte in denen „Normalerweise“ viel Fleisch ist, die Komplett ohne Tierische Produkte Auskommen und Trotzdem gut Schmecken. Die meisten Rezepte sind Einfach und lassen sich ohne allzu Großen Aufwand Nachkochen. Für alle die, wie ich, nicht oder nur selten nach Rezept kochen bietet das Buch auch viele tolle Anregungen für eigenen Rezepte.
Einziges Manko ist das es im Buch nur in der Mitte einige wenige Bilder zu den Gerichten gibt (zu 8), es wäre schön wenn es ein paar mehr wären.
Alles in allem ein nettes, kleines Kochbuch das sicher keine Fehlinvestition ist.
Bewertung: - Tierfreundlicher Genuss
Ingrid Newkirk, die Gründerin und 1. Vorsitzende der Tierrechtsorganisation PETA, hat 10 Jahre nach dem Erscheinen von "Die vegane Küche" (ISBN 3-453-12550-9) wieder ein Kochbuch mit Rezepten ohne Fleisch, ohne Ei, ohne Milchprodukte auf den Markt gebracht: "Das Beste aus der veganen Küche" bietet 150 internationale Rezepte zum Taschenbuchpreis. Eigentlich fleischträchtige Klassiker wie z. B. "Chili con carne" sind dank diverser Sojaprodukte in wirklich schmackhafte rein pflanzliche Kreationen verwandelt worden. Auch wer bisher meinte, Teig für Muffins und Torten sei nur mit Eiern möglich, wird eines besseren belehrt. - Alles in allem ein Eldorado für die vegane (Festtags-) Küche!