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Bücher : Käse veganese. Milchfreie Alternativen zur Käseküche

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Bewertung: 5 out of 5 stars - Eine Lücke schließt sich
"Käse veganese" schließt endlich eine seit langem klaffende Lücke in den deutschen, veganen Kochbüchern.
Sehr einfalls- und abwechslungsreich werden Alternativen zu bekannten Käsegerichten aufgezeigt, es werden sogar wirklich gute, schmackhafte Käsealternativen angeboten und es gibt eine Vielzahl von leckeren, ideenreichen Gerichten für alle Anlässe.
Dass sich diese Lücke mit einem typisch schlichten und gehaltvollen Pala-Buch schließt, freut besonders, denn der feste Einband und das handliche Format (ca. 14 x 21,5 cm) laden geradezu ein, es zu einem echten Arbeitsbuch für die (Experimentier-) Küche zu machen. Da verzichtet man auch gern auf appetitanregende Fotos, wenngleich man sie allerdings manchmal doch vermisst.

Die Rezepte sind durchweg gut beschrieben.
Die Zutaten sind Veganern in der Regel nicht fremd und mittlerweile auch beinahe überall gut zu bekommen, mindestens aber in Bioläden und Reformhäusern. Viele der Zutaten gehören im veganen Haushalt zur Grundausstattung. Für die Unerfahreneren gibt es am Anfang Hinweise zu den Zutaten.
Hinweise auf Nährstoffe, bei denen es in der veganen Ernährung evtl. zu Engpässen kommen kann, zeigen auf angenehme Weise, dass sich die Autorin mit dem Thema eingehend beschäftigt hat. Besonders der Hinweis auf die inaktiven Vitamin-B-12-Analoga beweist, dass hier nicht einfach veraltetes Wissen übernommen wurde!

Man kann bei diesem Buch glücklicherweise online das Inhaltsverzeichnis und das Rezeptverzeichnis einsehen, darum verzichte ich in meiner Rezension diesbezüglich auf weitere Details. Dennoch kann ich nur jedem Interessierten ans Herz legen, sich einmal die Vielfalt der Rezepte anzusehen, um einen Einblick in den Umfang dieses kleinen, erstaunlichen Büchleins zu bekommen!

Sicher kann man an jedem Kochbuch etwas auszusetzen finden. Schließlich schaut sich jeder solch ein Buch aus einer anderen Perspektive an. Als leidenschaftliche, vegane "Köchin" habe ich jedoch viele Anregungen und Rezepte bekommen, unseren Speiseplan zu verfeinern und zu bereichern. So haben wir seit dem lang ersehnten Erscheinen des Buches schon so viele Rezepte daraus ausprobiert, dass ich nun gerne der Autorin und dem Verlag 5 Sterne mit gutem Gewissen geben kann! Ein wirklich gelungenes Buch in der erwarteten Qualität!




Bewertung: 5 out of 5 stars - Einfach und lecker...
...so läßt sich das Ganze abkürzen und sagt alles was man wissen muß!
Das Buch ist sehr liebevoll aufgemacht, man bekommt sofort Lust loszukochen!!!
Ich bin selbst gut informierte Veganerin, aber ich habe trotzdem noch etliche tolle Tips bekommen...
Probleme mit Soja- und Reismilch sehe ich keine, beides bekommt man heutzutage aus kontrolliertem Anbau in jedem Reformhaus!!!
"Käse veganese" wird immer nur ein ERSATZ für Käse bleiben, und NICHTS anderes behauptet auch die Autorin! Was kein Käse ist, kann auch nicht identisch wie Käse schmecken!!! Die angebotenen Alternativen sind jedoch so lecker, daß man "richtigen" Käse gar nicht mehr vermissen wird!

Sehr seltsam mutet für mich der Vorschlag einer anderen Rezensentin an, Pizza doch mit Butter zu überbacken!!! Schon vergessen: Veganer essen keine Butter!!! "Käse veganese" richtet sich an VEGANER, wie ja schon der Titel sagt, alle Vollwertler können sich ja ein anderes Buch suchen...



Bewertung: 4 out of 5 stars - Mit viel Liebe gemacht, für Vollwertler ungeeignet
Ich lese ja bei Kochbüchern immer gerne das Vorwort. Und hier kommt uns die Autorin sogleich als sehr sympathisch entgegen, so "ganz normal". Sie berichtet uns von ihrem Weg zum veganen Essen und warum sie überhaupt den Käse quasi in milchfrei nachempfunden hat.

Die Rezepte sind abwechslungsreich und im Stil des Pala-Verlags schlicht, aber nett aufgemacht. Kleine Zeichnungen ziehen sich durch das ganze Buch.

Ich denke mal, dass Kügler-Anger sich auch an dem Buch The Ultimate Uncheese Cookbook von J. Stepaniak orientiert hat. Da es davon keine deutsche Übersetzung gibt, warum nicht?

Was mich als Vollwertlerin aber völlig abstößt ist der unkritische reichliche Einsatz von Tofu sowie Reis- und Soyamilch. Selbst wenn ich einmal davon ausgehe, dass ich das große Glück habe, ein genfreies Soyaprodukt zu erwischen (was heute gar nicht mehr so einfach ist!), so ist und bleiben das industriell stark verarbeitete Produkte, die einer natürlichen Ernährung entgegen stehen.

Nun sind Veganer nicht notwendigerweise vollwertig orientiert. Daher berücksichtige ich das auch bei der Sternvergabe nicht, es soll nur eine Info für andere Vollwertler sein.

Was mich auch an diesem Buch stört ist: Es werden nicht wirklich Alternativen zum Käse gesucht, sondern es wird versucht, Käse nachzuahmen. So etwas muss ja scheitern - wie die Autorin auch selbst zugibt, dass es eben nie echter Käse wird. Um ein Beispiel zu bringen: Wenn ich eine Pizza als Veganerin nicht mit Käse überbacken will, welche Alternative bleibt mir? Meine spontane Antwort wäre - mit Kartoffelpüree, einer weißen Soße oder mit Sonnenblumenkernen und Butterstückchen überbacken. Das schmeckt alles einfach LECKER, und ganz anders als Käse. Das nenne ich eine Alternative. Aber jetzt krampfhaft mit Soyamilchprodukten und Hefeflocken einen Ersatz zu mixen, der dann ähnlich wird - das ist eben eine Imitation, und keine Alternative.

Aus den angeführten Gründen schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen. Den Ausschlag für die 4 Sterne hat gegeben, dass dieses Buch auf dem deutschen Markt einzigartig ist.



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