|
DVD : Hunting Party |
|||||
Seite 1 von 2 |
||||||
1 2 |
||||||
| Search DVD - select a category
Bewertung:
- Balkankrieg als Theaterbühne??Zwei Kriegsberichterstatter (Richard Gere und Terrence Howard) gehen zusammen durch dick und dünn. Als die Beiden 1994 in Bosnien einen Live-Bericht an ihren Sender übermitteln, verliert Gere aufgrund persönlicher Betroffenheit seine professionelle Distanz zu den Ereignissen und lässt sich zu einer Aussage mit zwar eindeutiger, aber nicht massenkompatibler Wortwahl hinreissen. Er wird gefeuert und seine bisher glänzende Karriere ist zu Ende, währen sein Kollege das Karrieretreppchen bis ganz nach oben steigt. Nach dem Ende Krieges treffen sich die Zwei einige Jahre später in Bosnien wieder, wo Howard einen Bericht über den Friedensprozess und die Lage in dem ehemaligen Krisengebiet drehen soll. Gere ködert Howard damit, dass er den Aufenthaltsort eines der meistgesuchten serbischen Kriegsverbrecher (der Fuchs) kennt und ein mögliches Interview mit ihm in Aussicht stellen kann. Von dieser Story verspricht er sich die Wiederherstellung seiner Reputation als Starreporter und den Ausgleich seiner finanziellen Schieflage. Ausserdem hat er ein persönliches Interesse, den Fuchs zu stellen. Die Beiden brechen zusammen mit einem Journalistik-Frischling (der Sohn des Sender-Vizepräsidenten) in das von fanatischen Anhängern des Fuchses wimmelnde Gebiet auf... Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und passt m. E. ziemlich gut zu der aktuellen Verhaftung von Radovan Karadzic, dessen bei Abschluss der Dreharbeiten noch nicht erfolgte Festnahme ironischerweise im Filmabspann angeprangert wird... Insgesamt ist der Film recht harmlos und kratzt nur sanft an der Oberfläche der im Bosnienkrieg von allen Seiten begangenen Gräultaten. Da er hauptsächlich unterhalten will, ist das wahrscheinlich auch besser so. Ich gebe eine 4,5 von 5 Sternen, wenn man sich nicht daran stört, dass der Bosnienkrieg und die dort begangenen Verbrechen als Bühne für den Film herhalten, ohne näher beleuchtet zu werden. Bewertung: - Verschenkt....Die ganze Welt sucht nach dem Balkankrieg einen untergetauchten Massenmörder (à la Karadzic oder Mladic), der einfach nicht gefunden werden kann oder gar nicht erst gesucht wird, bzw. nicht gefunden werden darf.... "The Hunting Party" nimmt sich einer ernsten Thematik an, die durchaus verdient hätte, vernünftig bearbeit zu werden. Leider gelingt das diesem Film kaum - er kommt daher als heftig geschüttelter Mix aus Satire, Polit-Thriller und moralinsaurem Melodrama, und weiss als Ganzes überhaupt nicht zu überzeugen. Geres persönliches Rachemotiv war überflüssig und unglaubwürdig. Was sollte der Auftritt von Fräulein Krüger? Was für ne Lachnummer, selten so was Deplatziertes gesehen. Dylan Baker als tougher CIA-Agent? Nein danke! Und der Oberbösewicht war doch eher ein Oberblödewicht. Herr Karadzic (die Ähnlichkeit war Absicht) hätte sich kaum auf so doofe Art von drei Journalisten gefangen nehmen lassen. Das "Happyend" war typisch amerikanisch im Stil von "schön wär's". Aber die Realität sieht in der Regel verdammt anders aus! Wenn man bedenkt, wieviel Sprengstoff in der Geschichte steckt und was hier dem Zuschauer präsentiert wird, dann wage ich zu behaupten, dass das Ganze schlichtweg verschenkt wird. Der Film war viel zu oberflächlich und leidlich unterhaltsam, bediente sich vieler Klischees und konnte mich zu keinem Zeitpunkt fesseln, geschweige denn überzeugen. Zwei Punkte gibt's trotzdem und zwar dafür, dass wenigstens die Schauplätze authentisch sind. Eingebettet in diese Umgebung hätte der Film bei einem besseren Drehbuch wohl toll werden können, wenn sich die Verantwortlichen auf einen Stil beschränkt hätten - Melodrama, Thriller oder Satire. Als Mix zündete das Ganze einfach nicht. Und so bleibt "Welcome to Sarajevo" für mich der bisher beste westliche Film, der sich des Konflikts im Balkan auf akzeptable Weise annahm. Bewertung: - Spannend und hochaktuell, mit ganz leichten Schwächen...Mit etwas Verspätung habe ich nun den Film "Hunting Party" gesehen. Beeindruckend die Weitsicht des Teams, die Aktualität voraus zu sehen. Beeindruckend auch die Schauplätze, die Handlung und weitgehend die schauspielerischen Leistungen - von der Fehlbesetzung Diane Kruger mal abgesehen (Brauchte der Film noch einen prominenten Namen?) Leichte Schwächen in der Handlung und im Set deuten darauf hin, dass der Film schnell runtergekurbelt wurde. Aber die Jagd bzw. das Versteckspiel um und mit Karadcic wurde m.E. in diesem Film super umgesetzt, die Gräuel des Bosnien-Krieges ohne exzessive Gewalt aufgezeigt und die lasche Haltung der USA und der UNO bei der Jags nach Kriegsverbrechen passend lächerlich gemacht. Auch in der Realität hätte ich mir ein Ende wie im Film gewünscht, nicht den Intern. Gerichtshof, sondern ihn bei seinen Opfern auszusetzen. Absolut sehenswert! Bewertung: - Unglaubwürdige und amateurhaft-naive schauspielerische DarstellungMehr als ein Stern ist nun einmal nicht drin, wenn Regie und Darsteller ein gutes Drehbuch derart verunstalten und somit einer sehr ernst zu nehmenden Thematik nicht gerecht werden. Man nimmt dem Film, trotz geschickt eingestreuter Kriegsgreuel und dem Ansatz einer Folter-Szene, weder die ernste Gesamtthematik, noch die Dramatik der einzelnen Situationen ab, in die sich die Protagonisten hinein manövrieren. Richard Gere mimt den besessenen, herunter gekommenen Reporter, der die Story seines Lebens landen und einen Kriegsverbrecher aufspüren will; zwei Berufskollegen zieht er in die Sache mit hinein. Die wahnwitzige und mit übertrieben naiven Dialogen gespickte Story, gepaart mit der von allen Beteiligten sehr schwachen darstellerischen Leistung, gipfelt in der Szene, in der sich Gere und seine Mitstreiter bei einer einheimischen Informantin - ebenfalls schlecht gemimt von Diane Kruger - als CIA-Agenten ausgeben. Dieser Versuch wirkt so lächerlich künstlich und unprofessionell einfallslos, das man am liebsten hier schon abschalten möchte. Wäre die Szene noch falsch beleuchtet, hätte man das Niveau, das man von GZSZ oder der Lindenstraße kennt, erreicht. Immerhin wird der Kriegsverbrecher, der - weil er gerne auf die Jagd geht - der "Fuchs" genannt wird (ächz!) am Ende gefangen und die Drei führen ihn seiner "gerechten" Strafe zu, in dem sie ihn in einem Dorf aussetzen, welches er einst überfallen und plündern liess. So schließt sich der Kreis der Naivitäten; vermutlich erhielt der Film daher auch die FSK-Freigabe ab 12. Den Hut ziehe ich vor Filmen, wie "Maria, voll der Gnade" oder "TRADE - Willkommen in Amerika", die sich ernster Thematiken annehmen und diesen auch voll gerecht werden, aber "Hunting Party" verfehlt diesen Anspruch bei weitem. Bewertung: - Insgesamt ein gelungener Polit-ThrillerFünf Jahre nach Kriegsende im ehemaligen Jugoslawien ist es der Nato noch immer nicht gelungen den bosnischen Kriegsverbrecher den "Fuchs" zu fassen. Der in Ungnade gefallene Kriegsreporter Simon Hunt (Richard Gere) bekommt unverhofft Hinweise auf das Versteck des Fuchses. Ohne lange zu zögern überredet er seinen ehem. Kameramann und inzwischen erfolgreichen Reporter Duck (Terrence Howard) die Jagd auf den Fuchs zu beginnen. Begleitet werden beide von dem jungen, unerfahrenen, aber ergeizigen Journalismusstudenten Benjamin. Als der Gejagte jedoch merkt, dass die drei Journalisten ihm auf den Fersen sind, dreht er den Spieß um und aus Jägern werden Gejagte... "Hunting Party" ist ein rundum gelungener Polit-Thriller, der weniger knallharte Action liefert, sondern mehr ein empfindliches Thema schnörkellos und mit kleinen, fein-gesteuerten Späßen die Absurdität des Sujets aufdeckt. Dabei hat die Geschichte durchaus einen wahren Ursprung. Damals haben es wirklich einige Reporter versucht den Kriegsverbrecher Radovan Karadzic aufzuspüren, ehe sie von der CIA gestoppt wurden. So beruft sich der Vorspann des Films auch auf reale Begebenheiten, denn dort ist zu lesen: "Nur die unglaublichsten Teile der Geschichte sind wahr." Am Ende des Films wird aufgelöst, was an der gespielten Handlung wahr gewesen ist und was nicht. Ich fand es am Ende ziemlich erschütternd. Verkörpert "Der Fuchs" doch einen der schlimmsten Kriegsverbrecher des letzten Jahrzehnts. Richard Shepard hat diese Thematik auf jedenfall sehr gelungen umgesetzt. Die Besetzung der Hauptrollen ist gelungen. Richard Gere überzeugt in der Rolle des engagierten, leicht-versifften Reporters mit Herz und Terrence Howard darf zeigen was in ihm steckt. Diane Krügers Darstellung ist für meinen Geschmack eher nicht so gelungen, sie wirkt unglaubwürdig und ist defintiv zu hübsch für die Rolle einer kriminellen, mordlüsternden Obdachlosen. Jesse Eisenberg als journalistischer Grünschnabel ist das Dritte Rad am Wagen und wirkt auf mich nur bedingt glaubwürdig. Zum Glück fokussiert sich die Handlung aber mehr auf die beiden Hauptcharaktere. Große Authentizität erlangt der Film durch die Wahl der Drehorte an Originalschauplätzen. Tolle Landschaften wechseln sich mit den Hinterlassenschaften des Krieges ab. Auch die Jagd nach dem "Fuchs" quer durch feindseliges Gebiet ist gelungen und bietet am Ende eine überraschende Wendung. Fazit: "Hunting Party" ist ingesamt ein überzeugender Polit-Thriller der nicht nur der USA auf die Füße tritt, sondern auch die Unfähigkeit der gesamten UNO, bishin zum Kriegsverbrechertribunal in Den Haag offenbart. Oder ist vielleicht doch alles nur ein abgekartertes Spiel - der Film stellt sich dieser Frage kritisch und für das Mainstream-Publikum durchaus überzeugend. Fans von Polit-Thrillern sollten allerdings dann doch ihre Erwartungen ein kleinwenig zurückschrauben. |
||||||
| Seite 1 von 2 | ||||||
| 1 2 | ||||||


